0049-176-24153904 kontakt@rikepaetzold.de

Du hast eine große Vision, weißt aber nicht, wie du da hinkommst? In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Vision umsetzt – ganz egal, wie ungewöhnlich, kühn oder groß sie ist!

 

Visionen sind oft groß, sehr groß. Und zunächst einmal unstrukturiert.

 

Vielleicht kennst du das: du hast eine große Idee aber gleichzeitig keine Ahnung, wie du sie umsetzen sollst? Es gibt genug zweifelnde Stimmen im Innen und im Außen, die dich verunsichern, auch, weil du keine handfeste Strategie hast, um deine Idee zu verwirklichen, ganz besonders, wenn sie etwas komplexer ist.

Wenn Dir das bekannt vorkommt, dann habe ich hier eine sehr hilfreiche und alltagsfreundliche Methode. Wenn Du schon mit dem Thema Projektmanagement zu tun hattest, dann kennst Du sie sicher schon: Kanban – zu Recht eins der beliebtesten und am meisten eingesetzten Tools im Projektmanagement.

Kanban kommt ursprünglich aus Japan und wurde in den 40er Jahren als Methode in der Automobilherstellung eingeführt, die Lagerbestände immer rechtzeitig aufzufüllen. Und zwar gerade so rechtzeitig, dass nicht zu viel Lagerplatz nötig war für Überschüsse. Kanban selbst bedeutet eigentlich nur „Etikette“ oder „Schild“. Immer, wenn ein Lagerbestand eine vorher definierte Menge unterschritten hatte, wurde eine Etikette ausgegeben, anhand derer man sofort sehen konnte, dass das Lager aufgefüllt werden musste.

Heutzutage hat sich Kanban im agilen Projektmanagement beliebt gemacht. Von der ursprünglichen Funktion sind allerdings eigentlich nur die Etiketten und die Effizienz übrig geblieben. Was ist das nun also, Kanban, wofür ist das gut und wie geht das?

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Ein Projekt wird in seiner Teilprojekte und die wiederum in Teilaufgaben heruntergebrochen. Jede Teilaufgabe wird auf eine Etikette geschrieben, das kann ein Post it sein, ein Sticker oder eine Karteikarte. Und jede dieser Teilaufgabenzettel wandern nun im Laufe des Projekts von einem Projektschritt in den nächsten. Damit bleibt das Gesamtprojekt immer überschaubar und übersichtlich und man verzettelt sich nicht mit lauter halbfertigen Teilprojekten.

 

Kanban ist genial bei Ein-Mann-Projekten

 

Kanban funktioniert zwar auch wunderbar für Teams, allerdings gibt es hier auch mit Scrum – eine andere agile Projektmanagementmethode eine starke Konkurrenz. Seine ganze Stärke zeigt dagegen Kanban, wenn nur wenige (oder eben nur ein einzelner) ein Projekt managen/managt: Auf einer Tafel bzw. einem Whiteboard werden 3-4 Spalten gezogen. Die erste Spalte ist dabei für die unerledigten Teilaufgaben, die zweite für die Dinge, die gerade in Bearbeitung sind und die dritte für die erledigten Aufgaben. Jede dieser Teilaufgaben kommt auf einen Zettel (eine Karteikarte, ein Post-it – ganz egal) und wandert während des Projekts von der ersten, über die zweite und dann schließlich in die dritte Spalte.

 

Höchstens zwei bis drei WIPs auf einmal

 

WIPs? Bitte was ist das schon wieder? WIP steht für Work in Progress und bezeichnet diejenigen Etiketten, die sich gerade in der zweiten Spalte befinden. Wichtig bei Kanban ist es nämlich, nie an zu vielen Dingen gleichzeitig zu arbeiten. Erst dann, wenn wieder ein Zettelchen von der zweiten in die dritte Spalte (erledigt) gewandert ist, darf ein neues nachkommen. Je nach Projekt können natürlich weitere Spalten für weitere Prozessschritte gezogen werden. Ich mag es z. B., wenn es eine Spalte für „schwebende Jobs“ gibt, Aufgaben, deren Erledigung man zwar in die Wege geleitet hat, die man aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu Ende bringen kann – sei es, weil man auf eine Rückmeldung wartet, ein Antrag noch nicht durch ist oder was auch immer!

Ich selbst habe damals unser komplettes Abenteuer mit Kanban geplant und organisiert, und da es z. B. einiges zu verkaufen gab, und viele Dinge nicht sofort einen Käufer fanden, habe ich sie nach dem Fotografieren und Inserieren einfach in die „Schwebende Jobs“ Spalte verschoben. Versauern lassen darf man sie da natürlich nicht. Nach einer vorher festgelegten Zeit sollte man noch mal schauen, was sich in dieser Spalte alles angesammelt hat bzw. welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Teilaufgaben endlich zu Ende zu bringen. Dann rutschen sie natürlich fürs Erste wieder in Spalte 2 zurück!

 

Kanban im Coaching für Visionäre

 

Sich zu verzetteln, den Fokus zu verlieren und an Blockaden zu scheitern – das alles gehört zu den größten Schwierigkeiten von Visionären. Kanban ist eine großartige Methode um endlich aus dem Quark zu kommen und seine unkonventionelle Ideen Schritt für Schritt und ganz strukturiert in die Realität umzusetzen. Die unübersichtlichste Mammutaufgabe wird auf einmal übersichtlich und zu bewältigen – egal ob mit oder ohne Team.

In meinen Coachings arbeite ich mit meinen Kunden unter anderem viel mit Kanban. Wir finden gemeinsam raus, wo er/sie überhaupt hin will, welche Hindernisse ihm (oder ihr) im Weg liegen und wie er/sie sie aus dem Weg räumt. Und wir überlegen ganz genau, welche Schritte unternommen werden müssen, um die Vision Wirklichkeit werden zu lassen – geht nicht, gibt’s nicht.

Du kannst dich übrigens hier für meine Impuls-Mails eintragen, dann bekommst du regelmäßig E-Post von mir mit den alltagstauglichsten und besten Tricks und Tools aus meiner Coachingpraxis. Als Dankeschön gibt’s dazu mein Video mit den 8 Tipps, wie du deiner Vision sofort näher kommst, zusammen mit Arbeitsblättern und meinem Workbook – damit du auch sofort loslegen kannst!

Wenn du wissen möchtest, wie du schnell negative Glaubenssätze auflöst, dann schau mal hier.

Falls dich interessiert, wie man sofort (fast) jede Beziehung verbessert, dann lies hier weiter!

Hier geht’s zu meinen 3 vollgepackten Coaching-Programmen. Je nachdem, wo Du mit Deiner Vision gerade stehst und was Du gerade brauchst – da ist sicher das richtige dabei. Du bist natürlich herzlich eingeladen, gleich ein unverbindliches Strategiegespräch mit mir zu vereinbaren – dafür hier klicken!

Kanban oder die Kunst nicht wahnsinnig zu werden!

"Wie um Himmels Willen organisiert man sowas?!" Die Frage kommt sowohl auf Partys als auch in Coachings immer wieder auf, weshalb ich hier kurz erzähle, wie wir unser Projekt "wir verkaufen alles und ziehen auf ein Segelboot" organisiert haben: mit Kanban! Was das ist und wie das geht, hier in diesem Video.Wie organisierst Du Mammutprojekte? Bevorzugst Du Excel-Sheets, nutzt Du Programme wie z. B. Trello oder bist Du so ein Zettelwirtschaftler wie ich?Sorry für den schlechten Ton, das Mikro ist auf dem Boot und der Rechner pustet :(

Gepostet von Rike Pätzold am Donnerstag, 1. März 2018